YuboFiT gym-tea professional®

Experten-Tipp: IMMER NUR HUNGER – wenn die Seele mehr will

Alle reden über Bulimie und Magersucht. Ein anderes Phänomen aus diesem Themenkreis ist viel weiter verbreitet! Das "emotionale Essen".

Unzählige Menschen wissen, wie unglaublich "tröstend" Chips und "Schoki" sein können und verfallen immer wieder in die gleichen Rituale. Und ... es ist fürchterlich schwer sich davon zu befreien!

Es beginnt am Morgen mit dem ersten Biss in das Brötchen. Es ist so, als ob der Schalter nun für den Tag auf "ESSEN" umgeschaltet wird. Das Bedürfnis zu essen bleibt nun den ganzen Tag und verfolgt auf Schritt und Tritt. Wann auch immer man am Bäcker vorbei geht, muss man etwas kaufen und gleich essen. Im Auto oder im Bus ist immer etwas Süßes oder ein Getränk am Start. Bei der Arbeit steht generell ein Schälchen mit Gummibärchen oder Gebäck auf dem Schreibtisch. Die Geburtstage der Kollegen mit selbstgebackenem Kuchen kommen noch dazu. In den Pausen ist nichts Vernünftiges greifbar; also muss Fastfood her! Es muss ja schnell gehen. Es ist wie eine Sucht! Man kann nicht anders, als zugreifen und essen. Oft werden die Grundsteine zu derartigen Verhaltensweisen schon ganz früh in der Kindheit gelegt. Zuhause steht immer etwas auf dem Tisch in der Küche. Man darf immer zulangen und wird sogar aufgefordert es zu tun. So ist es nicht verwunderlich, dass schon Kinder erhebliches Übergewicht ansammeln und junge Leute mit 20 Jahren schon auf eine "übergewichtige" Jugendzeit zurück blicken können. Viele hilflose Versuche abzunehmen reihen sich aneinander. Immer wieder fällt man in alte Gewohnheiten zurück! Und irgendwann werden die Rückfälle zur Gewohnheit.

Und immer liegt diesen Bemühungen eine Vorstellung und ein Wunsch zugrunde: "Wenn ich erst einmal schlank bin, ist alles besser. Dann geht das Leben los!" Das ist der Anfang vom Ende! Die Light-Produkte häufen sich im Kühlschrank und das Gemüsefach ist überfüllt. Eine Diät jagt die andere, Pülverchen, Kräutertees und Diät-Konzentrate schmälern den Geldbeutel. Es gibt keine Diätseite im Internet, die nicht bekannt ist. Und dann schlägt er gnadenlos zu, der JOJO-Effekt und alles ist wie zuvor, nur viel schlimmer!

Was zur Hölle ist da passiert? Man kann theoretisch Ernährungskurse leiten, so bewandert ist man mittlerweile in allen Ernährungsfragen. Das bleibt nun das große WARUM! Warum isst man, wenn man überhaupt nicht hungrig ist? Viele wissen zwar von sich, dass sie "Frustesser" sind. Doch allein die Erkenntnis bringt keine Änderung. Warum tröstet Essen so unvergleichlich gut?
Bei den meisten Menschen liegt der Ursprung dieses Verhaltens weit zurück in der Kindheit. Frust und Traurigkeit werden mit Süßigkeiten "weggegessen". Man hat von klein auf gelernt ... Essen ersetzt echte Auseinandersetzung mit Gefühlen und Menschen. Konflikte und Langeweile werden einfach mit Essen betäubt.

Der rettende Entwicklungsprozess der einsetzen muss, ist die Erkenntnis, dass das falsche Essverhalten seinen Ursprung im emotionalen Bereich hat. Bevor man gedankenlos zum Essen greift, um sich ruhig zu stellen, sollte man in sich hinein schauen und vor allen Dingen negative Gefühle zulassen und aushalten. Das kann sehr schmerzhaft sein! Dennoch ist es der "Königsweg", um sich von den alten Gewohnheiten und Beschränkungen zu lösen. Die zentrale Frage muss beantwortet werden: "Habe ich wirklich Hunger? Nein? Warum esse ich dann? Bin ich traurig, bin ich verzagt, bin ich nervös? Was würde mir helfen, damit es mir besser geht?" Die fundamentalste Erkenntnis in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, zu erkennen, dass es "Handlungsspielraum" gibt. Man muss nicht essen, man kann auch rausgehen und einen kleinen Spaziergang machen, die Freundin anrufen und man darf auch essen! Dafür darf man sich nicht hassen. Man ist Mensch und darf auch Fehler machen. Desto weniger man sich unter Druck setzt, umso mehr man seinen Handlungsspielraum zum Tragen bringt, umso freier wird man und das zwanghafte Essen lässt nach. Ganz von allein.

Es sollte einem klar sein: "Essprobleme haben ihren Ursprung in der Seele, im emotionalen Bereich!"

Das Essen dient der Überdeckung von Gefühlen wie Angst, Wut, Trauer und Sehnsüchten. Auf diese Weise vermeidet man die direkte Auseinandersetzung mit diesen Gefühlen. Dabei können gerade diese Gefühle der Wegweiser in ein neues Leben sein und uns zeigen, was man ändern muss, um zufrieden zu sein.
Experten-Tipp in der Kategorie Motivation von Malou vom